Ephraim Kishon

Ephraim Kishon bei einem Simultanspiel von Wladimir Kramnik, Dortmund 2001, links hinter ihm stehend Alfred Schlya (Präsident des Deutschen Schachbundes), Photo von Gerhard Hund.

Am 23. August 1924 erblickte Ephraim Kishon unter dem Namen Ference Hoffmann in Budapest das Licht der Welt. Trotz seiner hervorragenden schulischen Leistungen und mit einem sehr guten Abitur durfte Ephraim Kishon wegen seiner jüdischen Herkunft nicht studieren. Erst nach dem Krieg studierte er Kunstgeschichte und Bildhauerei und 1949 floh er aus dem kommunistisch Ungarn nach Israel und von da an hieß er Ephraim Kishon.

Zuerst verdiente er seinen Lebensunterhalt als Kfz-Mechaniker, Schosser und Installateur. 1952 erlernte Ephraim Kishon hebräisch und begann für die Tageszeitung Ma´ariv Glossen und Satiren zu verfassen. Von 1959 bis 1962 leitete Ephraim Kishon in Tel Aviv das Theater „Grüne Zwiebel“ und schrieb nicht nur Theaterstücke, sondern auch Romane, Drehbücher sowie seine berühmten Satiren.

Ephraim Kishon war dreimal verheiratet und die erste Ehefrau hieß Eva Klamer aus der sein Sohn Rafael hervorging, aber diese Ehe scheiterte. Seine zweite Frau Sara Lipovitz – die allerbeste Ehefrau, die auch sehr oft in seinen Bücher erwähnt wurde, starb 2002. Aus dieser Ehe mit Sara Lipovitz entsprangen zwei Kinder Amir und Renana. 2003 heiratete Ephraim Kishon zum dritten Mal, die österreichische Schriftstellerin Lisa Witasek. Im Frühjahr 1981 zog Ephraim Kishon in die Schweiz, wo er einige Zeit im Kanton Appenzell lebte und in diesem Ort schrieb er seine Autobiografie. Dieses Werk bestand hauptsächlich aus Satiren, die außerdem weltweit übersetzt wurden und 1960 auch Deutschland eroberte. Darunter waren satirische Theaterstücke, wie zum Beispiel „Es war eine Lerche„ oder „Der Blaumilchkanal“.

1992 erfolgte in St.Pölten die deutsche Erstaufführung seiner Komödie „Kein Wort zu Morgenstern“ und hier führte Ephraim Kishon selbst Regie. Kishons literarische Lebenswerke bestanden aus über 50 Büchern, die sogar in 37 Sprachen übersetzt wurden. Das hebräische Buch „Familiengeschichten“ gilt als meist verkauftes Buch überhaupt neben der Bibel und außerdem erhielt Ephraim Kishon zahlreiche Preise sowie Orden für seine Werke.
An 29. Januar 2005 verstarb Ephraim Kishon in Appenzell und wurde in Tel Aviv beigesetzt.

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